Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit
Landesverband Saar
Erscheinungsdatum: 14.08.2004
Mit größtem Erstaunen hat der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) Landesverband Saar die Äußerungen des Saarländischen Kultusministers Schreier in der Saarbrücker Zeitung vom 13.08.04 verfolgt. Kultusminister Schreier äußert sich in diesem Bericht dahingehend, dass das Land die Hochschule für Soziale Arbeit mit 332.000 EURO jährlich subventioniert. Für uns als Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH), Landesverband Saar ist eine solche Bewertung nicht hinnehmbar.
"Wir fordern die Saarländische Politik auf auch die "Soziale Arbeit" offiziell als Bildungsauftrag des Landes analog der Universität und anderen Fach-(Hoch)schulen anzusehen und entsprechend zu behandeln", so Michael Leinenbach, Vorsitzender des DBSH Landesverbandes Saar. Konkret bedeutet diese Forderung des DBSH Landesverband Saar, dass zukünftig auch in politischen Kontexten nicht mehr von einer Subvention sondern einem eigenständigen Haushaltstitel innerhalb des Saarlandes für den Bildungsauftrag in der „Sozialen Arbeit“ gesprochen wird und für die Soziale Arbeit entsprechende Rahmenbedingungen innerhalb des Landes geschaffen werden.
„Wenn Kirchen oder sonstige Träger sich in diesen Bildungsbereichen engagieren gebührt diesen größter Respekt und Hochachtung“, so Michael Leinenbach. Jedoch entbindet dieses Engagement der Kirchen das Saarland nicht davon, u. a. für die Bildung in der Sozialen Arbeit seinen Bildungsauftrag, gerade in Zeiten der Krisen verstärkt anzunehmen. Der Rückzug des Bistums Trier aus diesem Bildungsbereich bedeutet daher für das Land, dass es seine Aufgaben entsprechend des Bildungsauftrages wieder entsprechend wahrnehmen muss.
Die weiteren Überlegungen von Kultusminister Schreier, weitere Perspektiven des Landes für die Zukunft der Bildung in der Sozialen Arbeit bis zu Beginn des nächsten Jahres abzuwarten, teilen wir als Berufsverband nicht. „Wir erwarten bereits in den diesjährigen Haushaltsberatungen eine erkennbare Zukunftsorientierung für die „Soziale Arbeit“ im Saarland“, so Michael Leinenbach. Es kann nicht sein, dass aus „Saarland-Aufsteigerland“ langfristig „Saarland –Soziale Wüste-Land“ wird.
Der DBSH Landesverband Saar fordert alle Kolleginnen und Kollegen in der Sozialen Arbeit, alle Verbände und Träger, die Kirchen sowie auch die Saarländische Politik auf, sich auch zukünftig für eine qualifizierte Bildung in der Sozialen Arbeit, entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten, einzusetzen und für die konsequente Umsetzung und den Erhalt der Bildungseinrichtungen für alle Bereiche der Sozialen Arbeit zu kämpfen. Wir brauchen gerade hier den Schulterschluss aller gesellschaftlichen Gruppen, denn gerade die Soziale Arbeit ist heute mehr denn je eine wichtige gesellschaftliche Stütze und daher unumgänglich.
In einer solchen Situation muss daher der Qualifizierung in der Sozialen Arbeit von Seiten des Landes höchste Priorität gegeben werden.
Gez.:
(Michael Leinenbach)
Landesvorsitzender des DBSH Saar
www.dbsh-saar.de>
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