Die Fachhochschule dient auch dem weiterbildenden Studium und beteiligt sich an Veranstaltungen der Weiterbildung. Dieser, in der Grundordnung formulierten Forderung, kommt die Hochschule mit unterschiedlichen, auf die Region bezogenen, Angeboten nach. Das Weiterbildungsangebot wird von der Studienkommission entwickelt und vom Prorektor/ in koordiniert, es steht kein gesondertes Personal zur Verfügung.
Zielgruppen: Dazu zählen alle in der Sozialen Arbeit Tätige und Arbeitslose, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen wollen, sowie Praxisanleiter/innen.
Die Angebote der Hochschule sollen dazu beitragen, neue wissenschaftliche Entwicklungen und Forschungsergebnisse, auf dem direkten Wege zugänglich zu machen. Das Spezielle des Weiterbildungsangebotes von Hochschulen ist besonders durch den Bezug zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten gekennzeichnet. Gerade durch den unmittelbaren Forschungsbezug, wird die Gefahr der Reduktion wissenschaftlicher Verfahren und Erkenntnisse zum Endverbraucher reduziert. So kommt es weniger zu Verschiebungen und Undeutlichkeiten. Ferner ist dabei der direkte Kontakt, bzw. eine intensive Zusammenarbeit mit den Teilnehmern bei der Umsetzung des Gelernten und der Weiterentwicklung in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit von Bedeutung.
Ein weiteres Ziel besteht im Kontakt zur Praxis in der Region. Durch Zusammenarbeit und Diskussion mit Praktikern werden die Lehrenden mit Fragestellungen aus der beruflichen Praxis konfrontiert, erhalten so Impulse für ihre wissenschaftliche Arbeit und die Perspektiven des Studiums an der Hochschule. Auf diesem Wege können u.a. Ausbildungsdefizite erkannt und in die Fortentwicklung des Studienangebotes einfließen. Der so entstehende Dialog zwischen Praxis und Hochschule kann wiederum zu Innovationen in der Praxis führen.
Bei den Angeboten der Hochschule geht es um die Entwicklung fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenzen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Im Rahmen des Kontaktstudiums haben sich drei Schwerpunkte herausgebildet:
- Transfer von Forschungsergebnissen (z.B. Ergebnisse aus der Armutsforschung)
- Planung und Management (z.B. Total Quality Management in der Sozialen Arbeit)
- Mediendidaktik (z.B. Aktive Videoarbeit)
Neben dem Kontaktstudium können wissenschaftlich Interessierte, die im Feld der Sozialen Arbeit beschäftigt sind, als Gasthörer/in an entsprechenden Lehrveranstaltungen teilnehmen.
Soziale Arbeit schließt das Zusammenwirken unterschiedlicher Berufe ein. Daraus wiederum entsteht die Notwendigkeit, zu einer interprofessionellen Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern. So werden einige Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Trägern (z.B. dem Institut für Lehrerbildung die Reihe: Neue Medien - Neue Pädagogik) entwickelt und angeboten.
Seit Jahren bietet die Hochschule sehr beachtete Hochschultage und Fachtagungen zu innovativen Themen an: Computer in der Sozialen Arbeit; Neues Denken in der Sozialen Arbeit - mehr Ökologie - mehr Markt - mehr Management.
In einem so breiten Berufsfeld ist es erforderlich, über die vermittelten Basisqualifikationen hinaus, Differenzierungs- und Spezialisierungserfordernissen zu entsprechen. Hier wurden bisher Zertifikatskurse zur Familientherapie und EDV in der Sozialen Arbeit durchgeführt.
Um aktuellen Entwicklungen zu entsprechen, wäre es wünschenswert Aufbaustudiengänge anzubieten, die zu einer Spezifizierung heranführen, wie z.B. ein Aufbaustudium Ökonomie Sozialer Arbeit.
Für die Weiterentwicklung der Profession scheint ein Aufbaustudium mit Promotionsmöglichkeit für unsere Absolventen, wie es in anderen Ländern möglich ist, in der Sozialen Arbeit unabdingbar. Dies könnte die Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft weiter voranbringen und unseren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs rekrutieren.
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